Schlechte Quoten
Bundeskanzler Friedrich Merz steht zunehmend unter Druck aus den eigenen Reihen. Nach einer umstrittenen Regierungsumbildung ist die Kritik innerhalb der CDU deutlich gewachsen. Besonders die Ablösung von Verkehrsminister Patrick Schnieder und die Kommunikation der Personalentscheidungen sorgten parteiintern für Unmut. Internationale Medien berichten inzwischen von einer ungewöhnlich offenen innerparteilichen Rebellion gegen Merz’ Führungsstil.
Bereits seit Ende Mai kursieren in der Union Spekulationen über einen möglichen Kanzlerwechsel. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst, der dabei als möglicher Nachfolger genannt wurde, wies entsprechende Gerüchte ausdrücklich zurück und sagte Merz seine volle Unterstützung zu.
Der jüngste Personalumbau sollte nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn für einen Neustart sorgen. Thorsten Frei, ein enger Vertrauter von Merz, wurde mit 91,9 Prozent zum neuen Vorsitzenden der Unionsfraktion gewählt. Dennoch bleibt der Kanzler unter erheblichem Druck: Seine persönlichen Zustimmungswerte sind niedrig, die Union liegt in aktuellen Umfragen hinter der AfD, und vor wichtigen Landtagswahlen im September wächst die Nervosität innerhalb der Partei.

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